''On Tour trotz Handicap e.V.''
Wir sind ein Verein, der es sich zum Ziel setzt, Menschen mit jeglicher Art von Behinderung, mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.Ein wichtiger Punkt ist die selbstbestimmte Mobilität. Wir möchten Sie auf dem Weg begleiten, dieses Ziel zu erreichen oder es behalten zu können.
Dienstag, 21 März 2017 20:18

Mario Gügel: Leben mit unklarer Diagnose

Das Leben von Mario Gügel mit den Diagnosen und Befunden von V.A Heredodegenerative Erkrankung mit Zerebelläre Ataxie,-spastisches Gangbild und geistige Retardierung. Es konnte bis heute noch Kein eindeutige Diagnose festgestellt werden.

Der Lebenslauf von Mario mit Beginn der Schwangerschaft, während der uns immer gesagt wurde es wäre alles in Ordnung. Mario kam im November 1985 zur Welt. Er wurde mit der Saugglocke Entbunden, da meine Frau Klaudia über zwölf Stunden in den Wehen lag.
Nach der ersten Untersuchung direkt nach der Geburt sagte man uns, das Mario völlig gesund sei. Die ersten U. Untersuchungen waren bei Mario unauffällig (auch für den Kinderarzt). Bis dahin waren wir sehr glücklich über unser Kind, das wir in die Welt setzten. Als andere Kinder anfingen zu krabeln, rollte sich Mario überall hin. Als die Zeit zum Laufen kam war Mario ein Spätzünder und als er das Laufen enigermasssen beherrschte, stolpperte und stürzte  unser Kleiner wie ein Betrunkner durch die Welt, was sich bis heute noch nicht gebessert hat.

Nach vielen Arztbesuchen,  wurde zu seinem 2 Lebensjahr erst die Behinderung festgestellt. Man sagte uns es sei ein Sauerstoffmangel bei der Geburt dafür verantwortlich gewesen, welcher die Feinmotorik und das Sprechen beeinflusste und geichzeitig eine Entwicklungsverzögerrung mit sich zog.

Mario ging dann in den Kindergarten Mayen von der Lebenshilfe, wo er sehr gut gefördert wurde. Wir bedanken uns beim Kindergarten Mayen der Lebenshilfe für Ihre Unterstützung und der Mühe die Sie für Mario geleistet haben. Mario hat im Kindergarten sehr viel Lebensfreude und Selbsständigkeit erhalten. Nun endete die Zeit im Kindergarten und wir mussten uns eine Schule suchen die für Menschen wie Mario, mit einer Behinderung seine Förderrung weiterhin sicher stellen konnte. Wir fanden die Schule in Neuwied – Engers (Heinrich Haus). Dort bekam Mario auch eine sehr gut Förderung, er lernte mit seiner Behinderung umzugehen und selbstständiger zu werden. Es wurden speziell die Feinmotorik und  Sprache gefördert, aber auch die Selbstständigkeit um im späteren Verlauf des Lebens zu recht zu kommen.

Nach der Schulzeit begann der Ernst des Lebens, was sollte Mario Beruflich machen, da Mario weder Lesen noch Schreiben konnte blieb nur der weg in die WfB (Werksstat für Behinderte) Polch wo er im Siebdruck ,Montage, und Lager Tätig ist. Vor zwei Jahren machte er dort Führerschein für den Elektrischen Hubwagen.

Mario ist in seiner Freizeit gerne an der frischen Luft, das heist er macht gerne Spazierfahrten durch Wald, über Wiesen und durch unwegsames Gelände. Wir suchten für Mario einen E-Rolli der Geländefähig war. Da die normalen Rollis und Sooter nicht für steinige Wege, Schlamm, Wasser, Sand und Schnee zu gebrauchen waren, suchten und fanden wir im Internet den Terrainhopper.

Wir setzten uns mit dem Hersteller in Verbindung, was sich etwas schwierig war. Der Herstellersitz befand sich in England.Da ich Guido und meine Frau Klaudia nicht perfekt Englisch konnten ( sonder gar nicht ausser paar Brocken aus der Schulzeit ) waren die Gespräche schwierig. Wir suchten uns im Wörterbuch einige Sätze zusammen und verhandelten nur noch per Mail.

Plötzlich gab uns der Hersteller eine Adresse aus der Schweitz und Belgien, da Belgien für uns näher war, entschieden wir in Belgien den Terrainhopper zu kaufen.

Er strahlte über das ganze Gesicht, als er ihn bekam,da er jetzt auch mobil war, freier und mehr am sozialen Leben teilhaben konnte.

Für die Finanzierung des Terrainhopper mussten wir einen Kredit aufnehmen, da er genau soviel kostet wie ein Kleinwagen mit besserer Ausstattung.

Da der Terrainhopper per Hand gebaut und auf die Bedürfnisse der einzelnen behinderteten Person angepasst wurde, betrug die Lieferzeit drei Monate. Wir benötigten auch noch ein Fahrzeug zum Transport des Terrainhopper und kauften uns auch ein anderes Auto und Auflegerampen die auch von uns finanziert wurden. Mit denen ich noch klar kam bis das ich mehrere Bandscheibenvorfälle erlitt. Ich wollte ein feste Rammpe einbauen lassen aber für das Auto gab es keine passende, weil der Terrainhopper Länger und Breiter ist wie ein normaler E-Rolli.Weil wir in den letzten Jahren alles selber Finanziert hatten können wir uns jetzt kein anderes Fahrzeug leisten.

Durch das fachkundige Autohaus Blum das Fahrzeuge auch behindertengerecht umrüstet, erfuhren wir das es Vereine gibt die einem helfen bei Anträgen (Hilfe zur Selbshilfe) das Autohaus hat den Verein OTth empfohlen.
Wir nahmen Kontakt mit dem Verein OTth auf, das Gespäch war von Anfang an nett, freundlich und sehr informativ, so das meine Frau Klaudia und ich Guido uns entschlossen die Hilfe des Vereins OTth in Anspruch zu nehmen.
Klaudia, Mario und ich Guido Danken dem Verein OTth besonders Iris und Lothar Schehlmann für ihre Unterstützung bis zum heutigenTage und für die weitere Zeit wo wir noch Ihre hilfe benötigen

Zur zeit befinde ich mich noch im Krankenstand und meine Frau ist auch im Krankenhaus wegen Depressionen die sich über die lange Zeit der Pflege und Betreung unseres Sohnes bemerkbar gemacht haben und sie den Kampf mit Ämtern und Behörden nichts mehr entgegen zu setzen hat. Durch meinen Beruf als LKW Fahrer konnte ich sie nicht viel unterstützen, Abends haben Ämter und Behörden ja geschlossen. Ich Danke meiner Frau Klaudia sehr dafür das sie das solange durchgehalten und alles Super ausgeführt hat.Ich habe Hochachtung vor meiner Frau.
Vielen Dank!!!!!

Mario sein Hobby ist mit dem Terrainhopper in den Wald und auf stillgelegten Steinbrüchen mit seinen Funkgesteuerten Autos zufahren was vorher sehr schwierig war.
 

Mario, Klaudia, Guido können Allen die ein Problem haben und nicht mehr weiter wissen den Verein OTtH nur weiter empfehlen. Da er euch die Hilfe bietet die man benötigt um mit einer Behinderung Mobil zu sein.
Nochmals vielen Dank an Iris und Lothar Schehlmann und an das Autohaus Blum von Mario,Klaudia und Guido Gügel

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